Archiv
 
 
 
2012/08 - 29.01.2011
Positionierung der CDU-Fraktion
 
 
 
Die für das Jahr 2012 eingetretene, gegenüber der Vorjahresplanung massive Haushaltsverschlechterung ist nicht hausgemacht. Ursachen sind, wie schon mehrfach erwähnt, erheblich verringerte Schlüsselzuweisungen des Landes (- 760.000 EUR) und eine drastisch gestiegene differenzierte Kreisumlage (+ rund 1 Mio. EUR).

Die von der CDU-Fraktion beantragte Sanierung des Ehrenmals in Stentrop ist erfreulicherweise bereits mit 25.000 EUR im Haushaltsentwurf berücksichtigt. An dieser Stelle wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Auffassung der Pälzer Vereine, das Denkmal in seiner ursprünglichen Form wiederherzustellen, gefolgt werden soll.

Bezüglich des CDU-Antrags auf Ausbau des Feuerwehrgerätehauses in Ardey hat die Verwaltung bis heute leider noch keine konkreten Auskünfte über den genauen Bedarf, den Umfang einer möglichen Erweiterung und die Kosten vorgelegt. Unklar ist auch, ob auftragsgemäß bereits Gespräche mit der Freiwilligen Feuerwehr in Ardey geführt wurden. Die CDU-Fraktion wird dazu im nächsten Finanzausschuss anfragen.

Weitere Umkleidekabinen für den SV Schwarz-Weiß Frömern sind notwendig; eine Umsetzung schlägt die CDU-Fraktion für 2013 vor.

Den von der FDP-Fraktion geforderte Imagefilm über Fröndenberg/Ruhr ist nach Ansicht der Christdemokraten derzeit überflüssig. Der dafür erforderliche Betrag sollte eher in die bauliche Unterhaltung von Kettenschmiedemuseum und Kulturschmiede, die sich in den letzten Jahren zu Publikumsmagneten entwickelt haben, gesteckt werden.

Die CDU-Fraktion hält weiterhin die Errichtung eines Kunstrasenplatzes im Stadion an der Graf-Adolf-Straße für die vernünftigste Lösung im Sinne des Sports in Fröndenberg. Ehe diese deutliche Aufwertung des Stadions in Angriff genommen werden kann, bedarf es einer Einigung zwischen dem Sportclub Fröndenberg Hohenheide 09/20 e.V. und dem VfL Fröndenberg über die Frage der weiteren, gemeinsamen Sportstättennutzung. Darüber hinaus erwartet die CDU-Fraktion – wie seinerzeit von den Fußballvereinen in Frömern und Langschede – ein Konzept des fusionierten Vereins zur Beteiligung an den Erstellungskosten eines modernen Kunstrasenplatzes.

Die Idee der FDP zur Errichtung einer Sportanlage nahe des Schulzentrums in der Stadtmitte zeugt von wenig Sachkenntnis, da im Umfeld der GSF überhaupt kein geeignetes Grundstück zur Verfügung steht. Auch der Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Herbert Ziegenbein, den Sportplatz auf der Hohenheide zu verkaufen und aus dem Erlös die Renovierung des Stadions zu bestreiten, ist wenig stichhaltig: Davon abgesehen, dass das Gelände als ehemaliges Kippgebiet kaum zu vermarkten sein dürfte, müsste die Stadt außerdem eine erhebliche fünfstellige Summe an Fördermitteln zurückzahlen.

Sparkasse und Stadtwerke sind angesichts der Fröndenberger Kommunalfinanzen in der Pflicht, alles für eine Gewinnausschüttung an die Stadt zu tun. Dabei muss jedoch immer die wirtschaftliche Lage der einzelnen Beteiligungsunternehmen berücksichtigt werden.

Das enorme bürgerschaftliche Engagement der Menschen im Westen zum Erhalt des Freibades in Dellwig wird von der CDU-Fraktion ausdrücklich gelobt. Vorbehaltlich der Klärung einiger Detailfragen im Zusammenhang mit der Übergabe des Bades befürwortet die CDU-Fraktion die Bereitstellung eines Zuschusses in Höhe von max. 71.000 Euro. Wegen der schwierigen Lage des städtischen Haushaltes soll dieser Zuschuss zunächst auf 2 Jahre befristet werden.

Das Gutachten hinsichtlich eines Kostenvergleichs Kreisjugendamt/eigenes Jugendamt soll nun, nachdem die differenzierte Kreisumlage explodiert ist, endgültig in Auftrag gegeben werden. Gleichzeitig muss die Verwaltung den bestehenden Vertrag zwischen dem Kreis Unna sowie Bönen, Holzwickede und Fröndenberg in Bezug auf die Kündigungsfrist und die für den Fall eines Ausstiegs vereinbarten Pflichten prüfen.

Außerdem wünscht sich die CDU-Fraktion von der Verwaltungsspitze in dieser Angelegenheit eine deutliche Positionierung, könnte doch ein eigenes, qualitativ gutes Jugendamt mit deutlich geringeren Kosten erheblich zu einer Sanierung der kommunalen Finanzen beitragen.

Die Christdemokraten vermerken positiv, dass sich das für 2012 absehbare städtische Defizit nach neuesten Informationen doch noch etwas verringert hat. Jedoch sind sie enttäuscht von der Tatsache, dass die Lösung aller Probleme verwaltungsseitig nur in einer Erhöhung der Grund- bzw. Gewerbesteuer gesehen wird. Diese Maßnahme wird die CDU-Fraktion mit Blick auf die ohnehin schon vergleichsweise hohen Belastungen der Einwohner im Gebühren und Abwasserbereich nicht mittragen.
 
» zurück